Herl, Michael
Herl besuchte 1981 bis 1982 die Deutsche
Journalistenschule in München. Im Anschluss war
er beim Magazin Stern
in Hamburg, danach in der
Redaktion in Frankfurt am Main
beschäftigt. Seit 1984 war Herl als freischaffender Journalist und
Dokumentarfilmer tätig: So schrieb Herl unter anderem für die Blätter Geo, Süddeutsche
Zeitung, Die Zeit,
Merian,
Zürcher Weltwoche
und Frankfurter
Rundschau und drehte Fernsehbeiträge und Filme für WDR, SWF, NDR, RAI (Italien), REPORT Baden-Baden und Monitor.
Seine Arbeiten konzentrierten sich in dieser Zeit auf die Bereiche Umwelt,
Soziales und Gesellschaftspolitik, zeitweise berichtete Herl auch aus Asien.
1986 führte Herl Regie bei WAAhnsinn,
einem von Wim Wenders
produzierten Kinofilm über das Anti-WAAhnsinns-Festival
gegen die atomare Wiederaufarbeitungsanlage
Wackersdorf.
1996 veröffentlichte Herl mit Stephan Morgenstern das Dia-Essay Adonis
und das Auto aus Rußland (Musik: Jannis Karis, Sprecherin: Anne
Bennent), das er in ca. 100 Städten präsentierte. Seit 1999 war er
viermal pro Woche als Co-Moderator in der Sendung Late Lounge des hr-fernsehens zu sehen und
spielte als Nebendarsteller in Folgen der TV-Serien Polizeiruf 110, Die Kommissarin,
Ein Fall für Zwei,
sowie in der SAT 1-Produktion Ein Teufel für
Familie Engel (Regie: Rolf Silber) und dem
Kinofilm 13 Semester.
1998 gründete Herl das Stalburg Theater,
eine Bühne mit eigenen Theaterproduktionen im Frankfurter Nordend, für die er
als Künstlerischer Leiter selbstgeschriebene Stücke beisteuert. 2005 wurde Herl
vom HR nach 1400 Sendungen bei Late Lounge entlassen, da er öffentlich die
geplante Einstellung der Sendung kritisiert hatte.
Aus: Wikipedia, Bild: Bernd Kammerer


