Herl, Michael

Quelle: Wikipedia. Foto: Bernd Kammerer


Herl besuchte 1981 bis 1982 die Deutsche Journalistenschule in München. Im Anschluss war er beim Magazin Stern in Hamburg, danach in der Redaktion in Frankfurt am Main beschäftigt. Seit 1984 war Herl als freischaffender Journalist und Dokumentarfilmer tätig: So schrieb Herl unter anderem für die Blätter GeoSüddeutsche ZeitungDie ZeitMerian, Zürcher Weltwoche und Frankfurter Rundschau und drehte Fernsehbeiträge und Filme für WDRSWF,NDRRAI (Italien), REPORT Baden-Baden und Monitor. Seine Arbeiten konzentrierten sich in dieser Zeit auf die Bereiche Umwelt, Soziales und Gesellschaftspolitik, zeitweise berichtete Herl auch aus Asien. 1984 ließ sich Herl im Auftrag von Franz AltREPORT Baden-Baden, in die geschlossene Abteilung einer Psychiatrischen Anstalt einweisen und filmte dort mit versteckter Kamera. 1986 führte Herl Regie bei WAAhnsinn – Der Wackersdorf-Film, einem von Wim Wenders produzierten Kinofilm über das Anti-WAAhnsinns-Festival gegen die atomare Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf.

1996 veröffentlichte Herl mit Stephan Morgenstern das Dia-Essay Adonis und das Auto aus Rußland (Musik: Jannis Karis, Sprecherin: Anne Bennent), das er in ca. 100 Städten präsentierte. Seit 1999 war er viermal pro Woche als Co-Moderator in der Sendung Late Lounge deshr-fernsehens zu sehen und spielte als Nebendarsteller in Folgen der TV-Serien Polizeiruf 110Die KommissarinEin Fall für Zwei, sowie in der SAT 1-Produktion Ein Teufel für Familie Engel (Regie: Rolf Silber) und dem Kinofilm 13 Semester. 1998 gründete Herl das Stalburg Theater, eine Bühne mit eigenen Theaterproduktionen im Frankfurter Nordend, für die er als Künstlerischer Leiter selbstgeschriebene Stücke beisteuert. 2005 wurde Herl vom HR nach 1400 Sendungen bei Late Lounge entlassen, da er öffentlich die geplante Einstellung der Sendung kritisiert hatte.


Theaterstücke [Bearbeiten]

  • 1998 Mutterlos
  • 1999 On Air
  • 2000 Junger Mann zum Mitreisen gesucht
  • 2002 Wer kocht, schießt nicht
  • 2002 Von oben ist die Welt so klein, mit Simone Jung
  • 2003 Sperrmüll
  • 2005 Neumann nach Berlin
  • 2008 Brumm Brumm
  • 2009 Herzscheiße, mit Liedern von Funny van Dannen

Alle Stücke wurden am Stalburg Theater in Frankfurt inszeniert. "Wer kocht, schießt nicht" außerdem in Bremen, Kassel, Göttingen und Dresden. "Brumm Brumm" hatte im September 2011 unter dem Titel "Die Fleppen sind weg" in Dresden Premiere.

Auszeichnungen [Bearbeiten]

  • 2003 Nominierung für den Grimme-Preis für Late Lounge
  • 2003 Best Corporate Publishing Award in Silber
  • 2005 Kulturpreis "Skyline" der SPD Frankfurt am Main



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