Das Dreckrändchen
Die FR über den STOFFEL 2010
Startschuss für "Stoffel" – Viel Kultur unter freiem Himmel
Richtig glauben habe sie das eigentlich anfangs nicht können, als Johnny, ein damals gerade zehn Jahre alter Junge aus der Nachbarschaft des Günthersburgparks auf sie zugekommen sei, berichtet Petra Gismann. Spätestens nach Ansicht des Musikvideos, dass Johnny gemeinsam mit seinem Freund Jakob auf youtube.com präsentiert, sei ihr klar gewesen: "Stoffel" muss auch den Nachwuchs fördern. Und deswegen, setzt die Managerin des Festivals am Mittwoch bei der Präsentation des Programms hinzu, würden die beiden Musiker am 7. August auftreten. Mit Werken von AC/DC. Als Vorprogramm der "untoten U-Bahn-Kontrolleure", die sich Jakob und Johnny ausdrücklich gewünscht hätten.
Zu diesem Zeitpunkt steuert das Festival also einem weiteren Höhepunkt entgegen, wenngleich es dann bereits seit mehr als drei Wochen läuft. Drei von insgesamt vier Wochen mit jeder Menge Programm, und zwar "wirklich hochkarätigem Programm", sagt Festival-Macher Michael Herl. Man könne inzwischen aus dem Vollen schöpfen und auswählen zwischen all den vielen Künstlern, die im Günthersburgpark mal gerne auftreten wollen. Würden wirklich alle Bewerber vom morgigen Freitag an zum Zug kommen, "hätten wir Programm bis in den März hinein", und das, obwohl jeden Tag in den kommenden vier Wochen mindestens zwei Auftritte über die neuen Bühne gehen.
Insgesamt umfasst das Programm 60 Veranstaltungen, die alle kostenfrei zu besuchen sind. Das eigene Essen kann man mitbringen. Um die Unkosten zu finanzieren, setzen die Organisatoren aus dem Stalburg Theater für ihr Offen-Luft-Festival neben dem städtischen Zuschuss über 10.000 Euro auf die Spenden der Zuschauer. Was auf diesem Wege reinkomme, werde man Ende aufgeteilt, berichtet Herl. Grundsätzlich gelte: Die Künstler treten ohne Gage auf, bleibt dann was, "kriegen alle das Gleiche".
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Mit Sabine Fischmann startet Stoffel, das Offen-Luft-Festival des Stalburg Theaters, am kommenden Freitag in das aktuelle Programm.
Vier Wochen lang werden im Günthersburgpark täglich mindestens zwei Auftritte kostenlos zu sehen sein.
Den Machern geht es auch darum, denen einen Zugang zu diesem Festival zu ermöglichen, die nach
Einschätzung von Michael Herl erst dann in Erscheinung treten würden, wenn die Jammerer aufhören würden
zu jammern. (ing)
Auch für das Kinderprogramm. Das Theater Landungsbrücken zeigt donnerstags und sonntags "Ritter Rost", und Herl und Gismann geben die Hoffnung nicht auf, dass die Eltern etwas in den Klingeleimer werfen. Wenn sie es denn können.
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Matthias Arning, Donnerstag, 15. Juli 2019


