Der Traum vom Fliegen – Ein Liederabend auf den Spuren von Alexandra
Mit Jule Richter und Jorge Galbassini (Gitarre)
Im Stück von Christina McCormick und Evelyn Nagel begibt sich Jule Richter auf eine Spurensuche nach der Sängerin Alexandra – einer Frau, die große Träume hatte. Doch „kurz war das Glück. Kurz der Traum vom Fliegen.“ Hoch hinaus wollte sie, Schauspielerin und Chansonsängerin werden. Durch ihre Popularität als Schlagersängerin wurde sie aber Opfer der eigenen Vermarktung. Immer wieder wurde sie in die Schlagerecke gestellt. Was ihr zu Beginn der Karriere traumhafte Erfolge bescherte, brachte bald Frustration und Enttäuschung.
Ihre Lieder paßten perfekt in die Welt der sechziger Jahre in Deutschland, der Sehnsucht nach Heimat, nach Glück, nach Geborgenheit. Alexandra selbst konnte ihre musikalischen Versprechen in ihrem Leben nicht finden. Als sie einen 30 Jahre älteren Exilrussen heiratete, mußte sie feststellen, daß der Traum von der Liebe á la Doktor Schiwago bei ihr nicht wahr wurde. Bald ließ sie sich scheiden und lebte mit ihrem Sohn Sascha und ihrer Mutter zusammen in Deutschland. Auf der Suche nach dem wilden Leben zog es sie auch nach Spanien, wo sie mit „Gitanos“ und Zigeunerweisen durch die Lande zog. Zunehmend als Sängerin etabliert, geriet sie in die Mühle des Showbusineß. Hits mußten her, und zwar sofort. Die Rußlandwelle mußte mit Songs über die Taiga bedient werden. Ihr eigenes Leben blieb auf der Strecke und damit auch der Traum vom großen Glück, den sie mit ihrer melancholischen, tiefen Stimme stets besang.
Von Christina McCormick/Evelyn Nagel
Mit: Jule Richter, Jorge Galbassini
Regie: Evelyn Nagel
Musikalische Leitung: Hennes Holz
Fotos: Peter Empl
Uraufführung: 3. Feb. 2007, Stadttheater Bruchsal, eine Inszenierung der Badischen Landesbühne





